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Aktuelles

Ausstellung W.G. Maxon "Aus Feuer & Stein"

Die Gedenkausstellung im Bernauer Rathaus zeigt ein Metier Maxons, das vielen eher weniger bekannt ist, das der Künstler aber schon fast mit der Muttermilch aufgesaugt hat – die Architektur.

Der Geburtstag des Malers und Grafikers Wilhelm Georg Maxon jährt sich dieses Jahr zum 125. Mal. Dies nimmt die Gemeinde Bernau zum Anlass, ihrem ehemaligen Mitbürger eine Gedenkausstellung im Rathaus zu widmen. Kulturreferentin Michaela Leidel konnte dafür den Nachlassverwalter von W.G. Maxon, Jakob Thalmayr aus Weisham gewinnen. Gezeigt werden Zeichnungen, Pastelle und Aquarelle, in denen sich Maxon mit dem Thema Architektur und Technik auseinandersetzt. Zu sehen sind Abbildungen von historischen Architekturmotiven, modernen Brückenbauten und technischen Anlagen. 

Sein Großvater und sein Vater waren Architekten. Der Großvater war im bayerischen Königreich mit der Planung der Eisenbahnlinie Rosenheim– Salzburg betraut, unter der Leitung seines Vaters entstand das Münchner Armeemuseum. Von daher verwundert es nicht, dass sich auch Maxon mit Architektur beschäftigte. Ihn interessierten dabei die Körperlichkeit, die Proportionen und die unterschiedlichen Oberflächenstrukturen, auch bei Industrieanlagen.

Die Bernauer Ausstellung zeigt insgesamt 36 Arbeiten von Einzelgebäuden, Anlagen und Stadtansichten aus Frankreich und Italien in unterschiedlichen Techniken. Sei es die Pariser Metro, skizzenhaft in Pastell dargestellt, ein mit Ölfarbe gestalteter Wandteppich auf der Empore des Sitzungssaales, das Aquarellbildnis mit der Piazza von Assisi oder der großformatige und sehr detailreiche Eiffelturm als Tuschezeichnung im ersten Stock. Über all diese Bilder wacht im Foyer das einzig erhalten gebliebene Selbstbildnis in Ölfarbe.

Wilhelm G. Maxon war nie ein „Chiemgauer Künstler“ im engeren Sinn, sondern verstand sich als Europäer und war als solcher auch immer unterwegs, was seine vielen Studienreisen belegen. Während seiner langen Schaffenszeit erlebte er einen gewaltigen Umbruch – sowohl politisch als auch künstlerisch.

Die Gedenkausstellung kann von 11. März bis 19. Juni 2019 im Rathaus besichtigt werden. Geöffnet ist Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 8 bis 12 Uhr, Dienstag von 14 bis 16 Uhr und Donnerstag von 14 bis 18 Uhr. Zeichnungen und Bilder können käuflich erworben werden. Mit einem Anteil an dem Erlös werden die Restaurierung der Maxon-Kapelle in Weisham und der Bernauer Kunstkreis unterstützt. 

In Zusammenarbeit mit dem KunstKreis Bernau.