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„Cash on Delivery“ – oder „Und ewig rauschen die Gelder“

15 Jahre „De Theaterer“ vom Trachtenverein Hittenkirchen

Englischer Humor ist was Besonderes. Wer hat nicht schon über den Irrsinn von Monty Python oder Mr. Bean gelacht? Ab 17. November kann man auch über den Witz von Michael Cooney lachen, der die Farce „Und ewig rauschen die Gelder“ (im Original „Cash on Delivery“) geschrieben hat. Bei den Theaterspielern sind die Proben im vereinseigenen Trachtenheim für die diesjährige Bühnensaison schon im vollen Gange. Auch wenn bis zur Premiere noch etwas Zeit ist: In Hittenkirchen grassiert bereits der Theatervirus, der die neun Akteure um Spielleiter Franz Wörndl alljährlich im Spätsommer befällt. Das Stück zählt zu den meistgespielten Theaterstücken auf deutschen Bühnen und wurde schon mehrfach verfilmt. Wer die Hittenkirchner Truppe kennt, der weiß, dass es wieder einen kurzweiligen und turbulenten Theaterspaß mit bayerischen Nuancen geben wird. Diese aberwitzige Verwechslungs- und Verwandlungskomödie – uraufgeführt 1993 in London – ist mitten aus dem Leben gegriffen. Sie steckt voller Überraschungen, Situationskomik und schlagfertiger Wortspiele, so dass garantiert kein Auge trocken bleiben wird.

Zum Inhalt: Erich Stockinger (Eugen Unterstrasser) bringt es einfach nicht übers Herz, seiner Frau Rosi (Lisa Forstner) zu gestehen, dass er vor zwei Jahren seinen Job verloren hat. Stattdessen sucht er andere Lösungen, um Geld für die Haushaltskasse aufzutreiben. Zum Beispiel den wöchentlichen Scheck vom Sozialamt für seinen gerade nach Kanada ausgewanderten Untermieter. Oder finanzielle Zuschüsse für diverse hilfsbedürftige Hausbewohner. Da bietet der Sozialstaat doch etliche Möglichkeiten. Und während Rosi noch glaubt, Erich ginge jeden Morgen brav zur Arbeit, bringt dieser eine Lawine staatlicher Hilfsbereitschaft ins Rollen. Von Alters-, Invaliden-, Unfall- und Frührente, Schlechtwetter-, Kranken-, Wohn- und Kindergeld bis zur Schulmilch lässt er nichts aus. Doch als eines Tages mit Jürgen Stadler (Lorenz Böglmüller) ein Außenprüfer des Sozialamtes vor der Tür steht, droht die Lawine über ihm zusammenzubrechen …

Nach der Premiere am 17. November um 20 Uhr sind fünf weitere Aufführungen geplant: am darauffolgenden Wochenende, am 23., 24. November um 20.00 Uhr und am 25. November um 18.00 Uhr sowie am  30. November und 1. Dezember um 20.00 Uhr. Für Bewirtung und Unterhaltungsmusik in den Pausen ist wie immer gesorgt.

Weitere Infos und die Karten- und Tischreservierung gibt es ab Freitag, 2. November unter Tel. 08051/1568 oder direkt im Mühlenladen der Kumpfmühle bei Prien.

BU: Die Proben laufen trotz fehlendem Bühnenbild schon auf Hochtouren (Foto: gle)