Kapellen
Eine Auswahl von Kapellen und Marterln
Kapellen
Mariengrotte in Kraimoos
Die Grotte wurde Ende des 18. Jahrhundert am Waldrand vom Ortsteil Kraimoos erbaut. Sie ist auf Tuffstein erbaut. In der Nische steht eine aus Stuck gegossene lebensgroße Marienfigur mit Kind und goldener Krone. Es existieren davon noch mehrere Ausfertigungen, eine davon in der Hauskapelle der Karl-Theodor-Augenklinik in München. Die Bernauer Maria war ursprünglich für Amerika bestimmt. Seit dem Jahr 2000 ist diese Mariengrotte Gedächnisgrotte der Bernauer Gebirgsschützen.
Die Kapelle in Hötzing
Die alte Nullermutter Katharina Kreuz hatte sich an die Mutter Gottes verlobt, wenn ihr Sohn Korbinian katholischer Priester werden würde. Da ihr Wunsch in Erfüllung ging, wurde 1974 in der Nähe des Hofes eine Hauskapelle errichtet. Als Altarfigur befindet sich im Inneren eine neugotische Madonna wie sie in der Bernauer Pfarrkirche die Hauptfigur des linken Seitenaltars war. Im Altar sind Reliquien der heiligen Märtyrer Theodosi und S. Adeodatae eingeschlossen.
Die Irschener Kapelle
Diese Kapelle mit dem kleinen Türmchen steht am Kapellenweg in Irschen. Der Müller Sohn Wolfgang Leutner wurde von einer Schlange gebissen und gelobte auf seinem Grund, unweit des Gehöftes, eine Kapelle errichten zu lassen. 1843 löste er sein Versprechen ein und ließ die mittelgroße, geschlossene Kapelle bauen, die 1846 eingeweiht wurde. Die Kapelle zeigt Anklänge an den Biedermeierstil. Im Inneren befindet sich auf dem Altar eine thronende Madonna mit dem Kind, die etwas an die bedeutende Seeoner Madonna, heute im Bayerischen Nationalmuseum in München, anklingt. Diese Holzfigur war ursprünglich mit einer reichen farbigen und goldenen Fassung versehen. Leider wurde die Plastik, die wahrscheinlich einst den gotischen Flügelaltar der Bernauer Kirche zierte, mit Stoff bekleidet und dabei sind Teile, die dem im Wege standen, rücksichtslos abgemeißelt worden. Das Gesicht zeigt aber noch die Originalfassung
Marterl beim Hanzenhof
Etwa 200 m südlich des Hofes in Westerham steht am Waldeingang eine etwa 1,50 m hohe, graue Steinsäule, in deren gegiebeltem Kopf eine jetzt leere Bildnische zu sehen ist. Sie enthielt eine auf Blech gemalte Darstellung eines Unglücksfalles. In den rechteckigen Schaft der Säule ist eingemeißelt: „Zum Andenken / an den tugendsamen Jüngling / Augustin Aufinger / Bauernsohn von Stötten / Pfarrei Bernau welchen / der Herr im 33. Lebensjahre im / Marmorsteinbruche am Unters- / berge bei Salzburg plötzlich / aus diesem zeitlichen Leben / abberufen hat / Gott gebe ihm die ewige Ruhe / 1858.“
Kapelle in Aufing
Sie wurde 1910 aus Tuffsteinen der Wolfsschlucht erbaut und besitzt eine Lourdesgrotte sowie zwei Gedenktafeln für die Gefallenen des 1. Weltkrieges. An Bitttagen wallfahrten die Gläubigen zu dieser Weihestätte.
Waldkapelle im Hitzelsberger Wald
(Verschönerungswald)
Im Oktober 1935 wurde von Baumeister Anton Auer aus Westerham eine Holzkapelle anstelle einer verfallenen Lourdesgrotte auf der Nordseite des Hitzelsberges errichtet.
Kapelle in Weisham
Eine einfache viereckige Kapelle mit Satteldach am nordöstlichen Ortseingang, zur Straße hin offen, Grotte mit Maria und dem Kind und Jesusstatue. Rundbau auf der Höhe, unmittelbar westlich der Ortschaft, entworfen und ausgemalt von Kunstmaler Maxon, mit Mariengrotte im Vorraum und Marienbild über dem Altar, ebenfalls von Maxon.
Holzner Kapelle in Kothöd
In Kothöd steht auf dem Holzner Anger, etwas abseits der Straße, eine Kapelle mit Satteldach. In ihr stand von 1858 bis 1953 der obere Teil des alten Hochaltares der Hittenkirchner Pfarrkirche aus dem Jahre 1653. Heute ziert den Altar ein Marienbild. Früher hielten hier die Kothöder ihre Maiandachten ab.
Kapelle in Giebing
Unter einer alten Linde, ein einfacher zweifenstriger Rechteckbau mit Tonnengewölbe, erbaut um 1895. An der südlichen Außenmauer ein farbiges St. Michael-Relief mit zwei Sandsteintafeln, von denen die linke die Namen der im 2. Weltkrieg gefallenen Giebinger trägt. Auf dem Altar eine farbig gefasste Rokoko-Pieta mit zwei Engeln. Die Plastik stammt vermutlich aus der Kirche von Rohrdorf.
Kriegergedächtniskapelle
Sie befindet sich am oberen Ortsausgang von Hittenkirchen. Von hier hat man einen der schönsten und großartigsten Blicke über die Chiemsee-landschaft und in die Chiemgauer Alpen bis hinunter nach Salzburg. Zwischen zwei Linden, nach Osten offene, einfache Kapelle die 1923 errichtet wurde. Im Innern eine große, farbig gefasste Pieta, an den Wänden sechs Gedenktafeln für die in den Weltkriegen gefallenen Soldaten.
Kirchen und Klöster
Der Einfluss des Bistums Salzburgs bis 1806 und die Förderung des Adels in der Region ließen viele bedeutende Kirchen-, Kapellen- und Klosterbauten entstehen. Das bedeutenste noch bestehende Kloster befindet sich auf der Fraueninsel. (Die bedeutenste Äbtissin war Irmingard, Urenkelin von Karl dem Großen). Ebenfalls ein bedeutendes Kloster auf der Herreninsel, der Chorherrenstift. Diese förderten die kunstvollen Bauten und Ausstattungen in hohem Maaße.
Hier eine kleine Zusammenstellung der bedeutensten Kirchen, Klöster und Kapellen in der Region:
- Kirche in Urschalling, zwischen Bernau und Prien
- Kirche in Rabenden
- Kloster Seeon
- Kloster und Kirche Baumburg in Altenmarkt
- Kloster Herrenchiemsee
- Kloster Frauenchiemsee
- Kirche in Maria Eck
- Kirche auf der Streichen bei Schleching
- Kirchen am Klobenstein, bei Kössen

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