Herrenchiemsee
Schloss Herrenchiemsee, prächtiger als das Original Versailles...
Herrenchiemsee
Auf der größten Chiemseeinsel befindet sich nicht nur das Schloss Herrenchiemsee von König Ludwig II sondern auch noch das ehrwürdige Augustiner Chorherrenstift.
Die Insel Herrenchiemsee wurde 1873 von König Ludwig II gekauft, da die einheimische Bevölkerung gegen einen " Kahlschlag " der Herreninsel war. Im Jahre 1878 begann König Ludwig II mit den Schlossbauten. Da er ein Verehrer von König Ludwig XIV war, sollte sein neues Schloss wie Versailles bei Paris werden. Nach dem Tode von König Ludwig II wurde am Schloss nicht mehr weitergebaut und danach für die Öffentlichkeit freigegeben. 20 fertiggestellte Räume können heute besichtigt werden, darunter auch der große Spiegelsaal mit 98 m Länge, länger und imposanter als das Original in Versailles.
Das Augustiner Chorherrenstift wurde vom Bayernherzog Tassilo III im 8. Jahrhundert gegründet. Es zählt zu den ältesten Klöstern in Bayern. 1130 wurden Augustinermönche mit der Missonierung der Umgebung beauftragt. Bereits 1215 wurde Herrenchiemsee ein Suffraganbischofsitz, welches dem Erzbischof von Salzburg unterstellt war. Der Sitz des Chiemseebischofs war in Salzburg, heute ist dort die Landesregierung von Salzburg untergebracht. Die Besitztümer reichten bis weit in das heutige Tirol. Nach einer über 600- jährigen Blütezeit wurde im Jahre 1818 im Zuge der Säkularisation die Bischofskirche als Brauerei zweckentfremdet. Der heutige Verein von " Herrenchiemsee" möchte mit viel Engagement die alte Bischofskirche wieder soweit herstellen, dass eventuelle Konzerte abgehalten werden können. Im Jahre 1875 erwarb König Ludwig II die Herreninsel um einen weiteren Raubbau zu verhindern. Im August 1948 schuf der Verfassungskonvent im ehemaligen Kloster den Entwurf zum Grundgesetz.
- Museum zur Klostergeschichte und Verfassungskonvent
- Ausstellung des Chiemseemalers Julius Exter

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